03.09.2021 - Zuckertütenbaum an Förderschule in Jessen gefunden

Für zwei Abc-Schützen hat der Schulalltag begonnen.

 

Einschulung

 

Ihre ersten Schultage haben Marie Grabo und Jordan Bölke bereits geschafft. „Sie werden in der Unterstufe unterrichtet“, betont die Chefin der Jessener Förderschule „Lebensweg“, Nadine Helwig. Hier können die beiden Abc-Schützen erste Erfahrungen mit Buchstaben und Zahlen lernen.

Die Leiterin der Bildungseinrichtung erzählt, dass die Einschulungsfeier auf dem Außengelände der Bildungseinrichtung über die Bühne gegangen ist. In ihrer Rede weist sie die Kinder darauf hin, dass sie keine Angst vor diesem neuen Lebensabschnitt haben müssen, denn die Lehrer und Erzieher „werden Euch durch den Schulalltag begleiten“.

Nadine Helwig geht davon aus, dass die Abc-Schützen schnell Freundschaften schließen und zudem fleißig lernen werden. Im Rahmen der Feier singen die Schüler der Mittelstufe ein Lied. Das Wichtigste hebt sich die Direktorin bis zum Schluss auf. „Dann wollen wir mal schauen, ob wir an unserem Zuckertütenbaum etwas finden“, sagt sie und erzählt, dass die Kinder auf diesen Moment gewartet haben.

Unterstufe an einer Förderschule, meint sie, ist vergleichbar mit den ersten vier Jahren an einer Grundschule. Selbstverständlich mit einem veränderten Unterrichtsangebot. „Es war eine schöne Feier“, schätzt sie ein, Kinder und deren Angehörige haben viel Spaß gehabt.

 

(https://www.mz.de/lokal/jessen/zuckertutenbaum-an-forderschule-in-jessen-gefunden-3235423)

 

23.07.2021 - Abschiedsfest im Garten in Jessen

Die Berufsschulstufe 2 der Jessener Förderschule „Lebensweg“ feiert ihre Ausschulung. Warum vier Zeugnisse vergeben werden, obwohl einer fehlt.

 

Ausschulung

 

Vier Abschlusszeugnisse liegen im Garten von Lehrerin Daniela Kösterke bereit, verteilt zu werden. Die Pandemie hatte eine Feier im großen Rahmen unmöglich gemacht. So entschied das „Dream-Team“, wie sich die drei Kolleginnen Sonja Sproßig, Carmen Böttcher und Daniela Kösterke selber nennen, kurzerhand, etwas für ihre Jungs der Berufsschulstufe 2 und besonders für die Familien zu organisieren. In der Überzeugung, dass die vielen gemeinsamen Jahre einen gebührenden Abschluss verdient hatten.
Mutter nimmt Zeugnis an

Das kleine Fest wurde von einem traurigen Ereignis überschattet. Vor zwei Wochen erhielt die eingeschworene Gemeinschaft die traurige Nachricht, dass ihr Mitschüler Maik Schade verstorben war. Umso schöner war es für alle, dass Maiks Mutter Jenny am Montag stellvertretend für ihren Sohn gekommen war, um dessen Zeugnis entgegenzunehmen.

Im Anschluss zum gemeinsamen Frühstück ist es dann soweit. Die Gäste versammeln sich im dekorierten Garten zur feierlichen Zeugnisübergabe. „Heute trennen sich unsere Wege, ihr verlasst die Schule und beginnt einen neuen Lebensabschnitt“, sagt Daniela Kösterke in ihrer Rede, bei der kein Auge trocken bleibt.

„Ich habe Alexander und Oliver vor zwölf Jahren eingeschult, da waren sie noch kleine Kinder“, sagt Sonja Sproßig, die als Betreuerin die Jungs beim Erwachsenwerden immer begleitet hat. Oliver und Alexander starten ihr Berufsleben in der Werkstatt des Wittenberger Augustinuswerkes während Steven zum Internationalen Bund geht.
Stolz auf die Kinder

„Die können wir ins Leben schicken“, freut sich die erfahrene Betreuerin. „Wir und die Eltern sind so stolz, dass die Kinder den Abschluss geschafft haben.“ Den Nachmittag verbringen alle gemeinsam beim Tischtennis spielen und einem kleinen Grillfest. Beim Abschied fließen wieder die Tränen, als allen bewusst wird, dass dies jetzt wirklich das Ende ihres gemeinsamen Weges ist.

Sonja Sproßig, die seit 36 Jahren in dem Beruf arbeitet, weiß, dass sie nicht noch einmal Schüler die gesamte Schulzeit betreuen wird. „In neun Jahren gehe ich in Rente. Oliver und Alexander waren die letzten, die ich die gesamte Schulzeit begleitet habe.“ Trotzdem freut sie sich, mit Carmen Böttcher im Herbst wieder eine Unterstufe einzuschulen. Ihren Jungs wünscht sie, dass sie die Welt entdecken, jeden Tag zu ihrem schönsten machen und sich ab und an bei ihnen melden.

 

 

(https://www.mz.de/lokal/jessen/abschiedsfest-im-garten-in-jessen-3210266)

16.07.2021 - Feierlicher Abschied an Jessener Förderschule „Lebensweg“

Neun Schüler verlassen die Jessener Förderschule „Lebensweg“. Worin sich Selina und Steven Henschel nicht einig sind und was die Chefin allen wünscht.

 

Ausschulung

 

„Wir werden unsere Schule definitiv vermissen“, sagen Selina Henschel und Bruder Steven unisono und schauen dabei etwas verträumt auf ihre Blumensträuße. Für das Geschwisterpaar aus Axien beginnt nach den Ferien ein neuer Lebensabschnitt. Sie erzählen von einem Eignungstest in Wittenberg und hoffen, dass sie später im Augustinuswerk arbeiten können. „Vielleicht“, sagt der 20-jährige Steven, „verschlägt es mich auch woanders hin.“

Beide fangen an, ihre feierliche Ausschulung so langsam zu realisieren. „Wir hatten hier immer unseren Spaß. Die Klassenkameraden sind nett gewesen, es gab immer etwas zu Lachen. Zudem konnten wir über unsere Probleme sprechen.“ Beim Thema Lieblingsfächer gehen die Meinungen etwas auseinander. Steven Henschel mag Deutsch, seine 20-jährige Schwester überhaupt nicht. „Da habe ich mich quergestellt“, meint sie scherzhaft. Für Mathematik schwärmen beide. „Mit Zahlen kann ich besser“, so Selina.
Keine große Party

Für die Chefin der Jessener Förderschule „Lebensweg“, Nadine Helwig, ist die Freiluft-Veranstaltung gleichzeitig eine Premiere. Denn nach dem Umzug der Bildungseinrichtung im Winter von Holzdorf in die Elsterstadt (die MZ berichtete) findet hier die erste feierliche Verabschiedung statt. In den vergangenen Jahren, so die 33-Jährige, haben meist eins bis drei Schüler die Förderschule verlassen. 2021 sind es rekordverdächtige neun.

 

Ausschulung

 

Aufgrund der Corona-Bestimmungen, so die Chefin, habe sich das Kollegium, gegen eine große Feier mit den Eltern und Verwandten der Kinder entschieden. Diese gehen nun im kleinen Rahmen in den jeweiligen Klassen über die Bühne. „Wir haben auch nicht die Möglichkeit, vor Ort Corona-Tests durchzuführen“, verteidigt Helwig die Maßnahme mehrerer Feiern.

In ihrer Rede betont die Chefin, dass die Schüler in den vielen Stunden Unterricht bestimmt eine Menge Eindrücke gesammelt haben. Weniger schöne Erinnerungen gehören zum Leben auch dazu. Lehrer und Erzieher haben stets versucht, die Kinder optimal zu begleiten, damit sie auf ihren neuen Lebensabschnitt gut vorbereitet sind. „Ich werdet neue Wegbegleiter finden und neue Fußspuren hinterlassen“, so Helwig, denn mit der Ausschulung sind die Teenager auch ein Stück auf sich selbst gestellt. „Das gesamte Kollegium wünscht Euch dafür alles Gute. Macht das Beste aus Eurem Leben“, betont die Chefin sichtlich gerührt.
Schwungvolles Programm

Im Programm der Unter- und Mittelstufe geht es schwungvoll und farbenfroh zur Sache. Es wird gesungen, getanzt - und seitens der Zuschauer gejubelt. Auch wenn nicht jeder Tanzschritt sitzt: Alle sind mit Herzblut bei der Sache. Anschließend bildet sich vor den Ausschülern eine lange Schlange. Keiner lässt es sich entgehen, den künftigen „Azubis“ Glück zu wünschen. Selina Henschel steht am Anfang der Reihe und strahlt dabei über das ganze Gesicht. Noch schnell ein Foto, dann ist die Schulzeit fast Geschichte. „Ich werde auch meine Lehrer vermissen“, sagt die 19-Jährige und schaut noch einmal auf den Blumenstrauß.

 

Ausschulung

 

(https://www.mz.de/lokal/jessen/feierlicher-abschied-an-jessener-forderschule-lebensweg-3206393)

14.06.2021 - Schüler als Schauspieler in Jessen

Mitarbeiter des Medienmobils der Medienanstalt Sachsen-Anhalt haben mit Kindern der Jessener Förderschule „Lebensweg“ vier Filme gedreht.

 

Das Lachen der Kinder schallt durch die ganze Aula. Zusammen mit Mitarbeitern des Medienmobils der Medienanstalt Sachsen-Anhalt haben die Schüler der Jessener Förderschule „Lebensweg“ in einer Projektwoche vier Kurzfilme produziert, die bei der Vorführung für viel Heiterkeit sorgen. Medienpädagoge Christian Klisan erzählt, dass die Arbeit mit den Kindern sehr einfach gewesen ist, da alle engagiert, motiviert und mit viel Herzblut ihre Rollen gespielt haben.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie sei es für das vierköpfige Team aus Halle die erste Projektarbeit vor Ort seit Oktober 2020. „Es geht uns“, so Klisan, „nicht vorrangig um das fertige Produkt. Wir wollen das Interesse der Kinder für Medienarbeit wecken und sie mit in die Arbeit einbinden“, so der Medienpädagoge, der sich für die tolle Unterstützung seitens der Schule innerhalb der gesamten Projektwoche bedankt.

 

Medienmobil

 

Direktorin Nadine Helwig erzählt, dass ihr des Öfteren die Tränen in den Augen gestanden haben. Sie sei „baff und geplättet“, welch schauspielerisches Talent in machen Kindern steckt. Mit solch tollen Filmen habe sie niemals gerechnet. „Es war toll, dass die Mitarbeiter des Medienmobils alle Schüler mit eingebunden haben. Diese Woche hat allen riesigen Spaß gemacht“, so die Chefin. An den einzelnen Tagen habe Erklären der Technik, Drehbuch schreiben, Produktion, Schnitt und Fertigstellung mit Musik und akustischen Effekten auf dem Programm gestanden.

 

In den Kurzfilmen geht es um eine unheimliche Begegnung in der Schule am Waldrand, der Jagd nach der Geld-Prinzessin, einem verfluchten Handy und den Themen Schule, Freundschaft, Liebe. Geschichte Nummer eins ist mit etwas Grusel und Filmblut ausstaffiert, doch am Ende wendet sich alles zum Guten. Die diebische Prinzessin dagegen wirft zum Schluss nur Papierschnipsel in die Luft und freut sich über ihren Reichtum. Das auf der Wiese vor der Schule gefundene Handy löst bei einem Mädchen eine Spielsucht aus, sie grenzt sich von der Außenwelt ab.

 

Drei Jungen bemerken die Verwandlung ihrer Mitschülerin, nehmen das Handy und legen es auf den Fundort zurück. In der vierten Geschichte kommt ein neuer Junge in die Klasse und weckt sofort das Interesse einer Mitschülerin, die selbst im Internet von diesem tollen Typen schwärmt. Dies geht wiederum einem anderen Jungen zu weit. Er lädt den Neuen ein, mit ihm Rammstein zu hören - und schwupp, ist er weg. Beim letzten Abspann kennt der Jubel keine Grenzen mehr. Die Mitarbeiter des Medienmobils und das Lehrerkollegium spüren, dass sie mit diesem Projekt den Nerv der Kinder getroffen haben. (mz)

 

(https://www.mz.de/lokal/jessen/schuler-als-schauspieler-in-jessen-3186977)

30.04.2021 - Perfekte Überraschung für Förderschule in Jessen

Apothekerin Marion Nelle überreicht der Jessener Förderschule einen Scheck in Höhe von 850 Euro. Woher das Geld kommt und wofür es nicht genommen werden kann.

 

Spende

 

Nadine Helwig wirkt überrascht. Die Leiterin der Jessener Förderschule „Lebensweg“ steht mit einem Pralinenkasten in der Hand im Foyer und wartet zusammen mit Lehrern und Kindern auf Marion Nelle, die kurz darauf mit einem XXL-Scheck unter dem Arm an der Bildungseinrichtung erscheint. „850 Euro sind schon ein ordentlicher Betrag“, meint Nadine Helwig, die erst beim Hinterfragen erfährt, warum die Chefin der Blumen- und Spitzweg-Apotheke sich ausgerechnet die Förderschule im Gewerbegebiet ausgesucht hat. „Ist ein Willkommensgeschenk“, sagt Marion Nelle und ergänzt, es sei wichtig, dass die Region „in diesen nicht ganz einfachen Zeiten“ zusammenhält.

 

Die Geschäftsfrau erklärt, dass die Gesamtsumme hauptsächlich aus der Kalenderaktion stammt. Noch vor Jahren, blickt Nelle zurück, haben sie die Jahreskalender mit Blumenmotiven kommentarlos über den Ladentisch gereicht, in der Folgezeit wurden die Kunden darauf hingewiesen, dass in der Apotheke eine Spendenbox steht und sie mit einem kleinen Betrag Projekte im Stadtgebiet unterstützen. Insgesamt haben über 1.000 Kalender den Besitzer gewechselt, in der Box sei nicht nur Kleingeld gelandet. „Den Gesamtbetrag haben wir noch ein bisschen rund gemacht“, verrät die Chefin der beiden örtlichen Apotheken, die auch schon der Feuerwehr oder der Jessener Grundschule einen Scheck überreicht hat.

„Es soll immer eine Überraschung werden. Deshalb wird im Vorfeld nichts verraten“, erzählt sie der immer noch verblüfften Schulleiterin. Nelle lobt noch einmal die Spendenbereitschaft der Jessener, die in überwiegender Mehrheit auf die Spendenbox zugesteuert sind. Wer im kommenden Jahr den Scheck bekommt, stehe noch nicht fest, sagt sie. „Es wird sich ein geeignetes Projekt finden“, meint die Apothekerin. Die Geschäftsfrau findet es gut, dass die Förderschule jetzt in Jessen ansässig ist. Den Standort bewertet sie mit „attraktiv“. Als Dankeschön singen ihr Kinder der Bildungseinrichtung das Lied „Ist das ein schöner Tag“ vor.

 

Schulleiterin Nadine Helwig ist sich noch nicht ganz sicher, in welche Richtung das Geld fließen soll. Die Außenanlage wird derzeit schick gemacht, vielleicht werden die 850 Euro dafür verwendet. „Jetzt bekommt es erst einmal der Förderverein“, meint sie und lässt Gabriela Kuster, Chefin des Fördervereins „Kinderlachen e.V.“, bei der Scheckübergabe den Vortritt.

„Für eine Eröffnungsparty kann das Geld ja nicht genommen werden“, klinkt sich Nelle ein, die mit diesem Satz bei Helwig einen tiefen Seufzer auslöst und die Bemerkung, dass seit der offiziellen Schlüsselübergabe im März „alle in Sachen Party mit den Hufen scharren“. Neben dem Pralinenkasten gibt es noch ein kollektives Dankeschön - und obendrauf viele strahlende Gesichter. „Wir fühlen uns in Jessen richtig gut angekommen“, meint die Schulleiterin abschließend und kommt wiederholt auf das „künftig tolle Außengelände“ zu sprechen.

 

(https://www.mz.de/lokal/jessen/perfekte-uberraschung-fur-forderschule-in-jessen-3165281)

19.03.2021 - Jessener Förderschule "Lebensweg" ist feierlich eröffnet.

 

 

 

Nadine Helwig öffnet die Tür zum Wirtschaftsraum. "Das ist unser Herzstück", sagt die 33-jährige Chefin der Jessener Förderschule "Lebensweg", die vom Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) zur feierlichen Übergabe einen großen Schlüssel erhalten hat.
Insgesamt 4,4 Millionen Euro investierte der Landkreis, unterstützt durch EU-Mittel aus dem Programm STARK III plus ELER in Höhe von 2.553.754 Euro, in das Gesamtvorhaben.
Das Außengelände ist noch eine Großbaustelle und aus Sicht der Schulleiterin das Sorgenkind (Baulärm sowie die Mehrbelastung bei der Betreuung). "Die Schüler können sich in der Pause nicht austoben oder relaxen. Wir regeln das aktuell über gemeinsame Spaziergänge."

 

(https://www.mz-web.de/jessen/foerderschule-eroeffnet-modern-und-farbenfroh-in-jessen-38197806)

Heideschule zieht um Von Holzdorf nach Jessen - 11.02.21

Möbel und technische Einrichtungen sind da.
Ansonsten unterliegt auch die Fördereinrichtung dem Lockdown.
Ab März soll es wohl losgehen.

 

Umzug

 

In einem Klassenraum müssen noch mal Stühle und Tische gerückt werden.

 

(https://www.mz-web.de/jessen/heideschule-zieht-um-von-holzdorf-nach-jessen-38054024)




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