2018

 

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 Die MZ Lobte unseren Tag der offen Tür


Holzdorf -

Thomas Döring steht am Eingang und begrüßt jeden Besucher persönlich. Plötzlich kommen ein paar Mädchen angerannt und melden dem Direktor der Heideschule Holzdorf, dass die Polizei im Anmarsch ist. „Keine Sorge. Es passiert nichts“, sagt Döring. Sekunden später trägt sich die Jessener Polizeikommissarin Claudia Krause in das Gästebuch ein und betont, dass sie gespannt auf den „Tag der offenen Tür“ sei.

Das Programm „Von A bis Z“ weckt ihre Neugier. Der Direktor erzählt, dass er sehr zufrieden mit seinen 49 Schülern ist. Diese haben sich zusammen mit den Lehrern in Vorbereitung auf das Fest „unendlich Mühe“ gegeben. „Es sind Kinder, die trotz ihres Handicaps beweisen wollen, dass sie etwas können“, fügt er erklärend an und schüttelt dem nächsten Gast die Hand. Die meisten der etwa 100 Besucher kennt er persönlich und bedankt sich für das Interesse an der Nachmittags-Veranstaltung.

 

Aufregung hinter Kulissen

Hinter den Kulissen des Festzeltes ist die Aufregung deutlich zu spüren. Die Darsteller des Programms haben Schwierigkeiten, still auf der Stelle zu stehen, alle Lehrer geben letzte Anweisungen. Döring weist in seiner Eröffnungsrede darauf hin, dass gelacht und geweint werden darf und die Darsteller sich über Applaus freuen. Diese legen sich nach der Vorstellung der einzelnen Buchstaben (A bis Z) gleich ins Zeug.


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Das „A“ steht zum Beispiel für gute Atmosphäre in der Schule, „E“ für Engagement, „M“ für Motivation oder „R“ für die Einhaltung von Regeln. Nadine Helwig, die Lehrerin der Unterstufe/Mittelstufe ist, hat noch etwas Zeit. „Wir bauen zum Abschluss eine Personen-Pyramide“, sagt sie und verrät im gleichen Atemzug, dass ihre kleinen Artisten in jeder Sportstunde fleißig geübt haben. „Sie lieben Bewegung und sind daran interessiert, ihre motorischen Fähigkeiten zu schulen.“


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Im Prinzip sei das Stellen einer Pyramide keine große Herausforderung gewesen. Angelika Siebenhaar (Lehrerin Berufsschulstufe) hat mit ihrer Gruppe das Programm eröffnet. Nach der Aerobic-Vorführung an Steppbrettern ist sie etwas außer Puste. „Mit meinen Schülern bin ich zufrieden, mit meiner Leistung eher nicht“, bekennt Angelika Siebenhaar.

Denn es sei nicht einfach, immer den Rhythmus zu halten. „Wir sind keine Perfektionisten. Selbst bei den Profis im Fitness-Studio läuft nicht alles glatt.“ Mit den Kindern hat sich die Lehrerin etwa zwei Wochen auf den großen Auftritt vorbereitet.


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Glücklicher Direktor

Das Programm bietet von Gesang über Show bis Tanz die ganze Palette bester Unterhaltung. Als das Lied der Muppets „Mahna Mahna do do do do do“ von drei Darstellern aus Mülltonnen heraus eigenwillig interpretiert wird, geht das Publikum beschwingt mit und spendiert heftig Szenenapplaus. Schulleiter Döring bemerkt diesmal schon mit Tränen in den Augen, wie stolz er auf alle Mitwirkende ist.

 

Sein Dank gilt auch der Bundeswehr Holzdorf, die am Grillstand werkelt, und dem örtlichen Heimatverein, der das Festzelt zur Verfügung gestellt hat. „Da wir keine Aula haben, müssen wir mit größeren Veranstaltungen ins Freie ausweichen. Das ist ein Zelt dieser Größe fast Gold wert.“



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lassenlehrerin Nadine Helwig schnappt sich das Mikrofon und arbeitet sich weiter durch das Alphabet. „G wie guter Unterricht und H wie handlungsorientiertes Lernen sind wichtige Bestandteile unserer Arbeit. I wie Individualität schließt das gesamte Individuum mit ein. Mit allen Stärken und Schwächen. Wir berücksichtigen dabei die individuellen Bedürfnisse, Ressourcen und Entwicklungsstände.


Die Klassenstufe eins zieht die Gäste mit ins Programm. Wer das mit Klangkörpern interpretierte Lied errät, bekommt einen Preis. Die Erwachsenen bekommen „Freude, schöner Götterfunken“ vom berühmten Komponisten Ludwig van Beethoven zu hören. Lehrerin Gabriela Kuster (Klasse eins) ist immer mittendrin. Beim Singen und Tanzen, als Dirigentin. Alle Proben, sagt sie, laufen bereits seit mehreren Wochen. Die Kinder sind sehr aufgeregt gewesen. Doch sie haben versucht, beim „Tag der offenen Tür“ ihr Bestes zu geben. Wichtig sei, dass die Schüler ihr Programm schön finden. Sie haben Lust an der Bewegung und tanzen gern.Nach dem letzten Auftritt ist Schulleiter Döring sichtlich gerührt. „Ich ziehe meinen Hut vor dem gesamten Team“, sagt er und fügt an, dass es „äußerst bemerkenswert“ ist, welche Leistungen seine Kollegen aus den Kindern herauskitzeln. Mit diesem tollen Programm muss sich die Heideschule vor zum Beispiel einem Gymnasium nicht verstecken. „Bei der Darstellung des Muppet-Lieds habe ich mich fast schlapp gelacht“, so der Chef.

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